Gab es heute zu sehen. Nach Arztbesuch und erfolgreichem Hosenkauf, musste mal wieder Kino sein. Mittlerweile der fünfte Film in diesen Semesterferien, find ich nicht ganz so übel.
Taking Woodstock ist nicht unbedingt so komödisch und unbeschwert wie der Trailer zeigt. Er ist zwar Streckenweise sehr lustig und Streckenweise auch ein wenig unbeschwert, doch kommt das kleine Drama doch häufig raus. Mich hat das keineswegs gestört, ich fand ihn dadurch eher noch interessanter und facettenreicher. Super gelungen ist es Ang Lee zu zeigen wie sich das Projekt “Woodstock” mit der Zeit verselbstständigt und irgendwann nur noch ein riesen Chaos herrscht, wie der Hauptcharakter Elliot (Demetri Martin) irgendwie immer weniger von dem versteht was er da angestiftet hat und wie stark all das ihn und seine Eltern (vor allem seinen Vater) beeinflusst. Die Nebendarsteller sind alle spitze, Imelda Staunton möchte man regelmäßig gegen die Wand klatschen, Jonathan Groff lebte mit seiner Figur permanent in einer eigenen Welt und Liev Schreiber ist der heimliche Held, bzw. der gute Engel.. in einer skurrilen Rolle.
Danny Elfman hat sich um die Musik gekümmert und war auch hier mal wieder ziemlich gut bei der Sache. Man hat ein richtiges Gefühl für die Zeit bekommen, u.a. natürlich auch wegen der unwahrscheinlich zahlreichen Statisten, die sie für den Film engagiert haben müssen. Verdammt viele Hippies.
Fazit: Ein sehr schöner Film, zum Lachen und zum Weinen. Es dreht sich irgendwie alles um Woodstock und irgendwie auch nicht, denn das Konzert an sich, bekommt man nur durch das aus der Ferne klingende Gedudel mit und durch eine Szene am Ende des Films. Man sieht keinen einzigen Auftritt, sondern nur alles drum herum und das ist für den Film und die Figuren auch sehr viel interessanter.
Filmposter von www.testspiel.de, aufs Bild klicken büdde.
